Waltraut Cooper







WALTRAUT COOPER | 1984 |
DIGITALE POESIE |


COMPUTERINSTALLATION

© Waltraut Cooper

Computerinstallation fĂĽr Monitore und Schreibmaschine
Unter dem Titel »Digitale Poesie« sind eine Reihe von Arbeiten zusammengefaßt, deren zentrales Thema die Umsetzung von Sprache/ Dichtung ins Visuelle ist. Als Vehikel hiefür dient ein bei Computern verwendeter binärer Code. Bei der abgebildeten Computerinstallation kommt die Umsetzung in elektronische Musik hinzu, die durch den gleichen binären Code und Zufallsgeneratoren gesteuert ist. Die Handhabung ist einfach: Benützt jemand die mit den Bildschirmen gekoppelte Schreibmaschine, schafft er seine eigene, der jeweiligen Sprachformulierung/Dichtung zugehörige Klangwelt. Die Arbeit stellt einen Versuch dar, die kreativen Möglichkeiten der Computertechnik zu nützen und zu untersuchen.
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WALTRAUT COOPER | 1984–1987 |
FRIEDENSFRIES |


KUNST-AM-BAU

Ausschnitt | © Waltraut Cooper

Wien Uno-City

Österreichisches Konferenzzentrum UNO-City Wien 1985 – 1987, 3,2x10 m, 3,2x15 m, 2,7x56m

Computergesteuerte Neoninstallation zum Thema »Alle Menschen werden Brüder« im österreichischen Konferenzzentrum der UNO-City Wien, dessen Lichtgeschehen durch Schillers »Ode an die Freude« gesteuert wird, ergänzt durch Aussagen zum Frieden, die Besucher aus aller Welt auf einem Keyboard wiedergeben können.



WALTRAUT COOPER | 1986 |
KLINGENDE NAMEN |


INSTALLATION

© Waltraut Cooper

Biennale Venedig

Texte allgemeiner Natur, aber auch Gedichte, Prosa, waren es, die von Besuchern der Biennale Venedig 1986 ĂĽber Computer und Computercode in Licht- und Klangspiele transformiert wurden.



WALTRAUT COOPER | 1988 |
SCHERZO |



© Waltraut Cooper

Installation mit Klavier, Neon und Elektronik

Musik: Anestis Logothetis (Wien), Nicola Sani, Luca Spagnoletti (SIM, Rom)
Improvisationen: Anton Voigt und seine Studenten des Brucknerkonservatoriums Linz, Klavierklasse
Computer-Flügel: Bösendorfer, Wien
Technik: Walter Behr
Computer-Programm fĂĽr Anestis Logothetis: Gerhard Moser, Wolkersdorf bei Wien.
Computer-Aufnahmen: Erwin Gattermann, Reinhard Brunner (Musikhaus Gattermann, Bad Hall)

Das Klavier wird freundlicherweise von der Firma MERTA, Linz, zur Verfügung gestellt. Weiters danken wir den Firmen Musikhaus Willburger, Bösendorfer Wien und YAMAHA Wien für ihre Kulanz.
Auftragswerk von Ars Electronica (LIVA, Brucknerhaus) und FESTIVAL ARTE ELETTRONICA, Camerino. In Zusammenarbeit mit dem Brucknerkonservatorium Linz und SIM srl. Informatica musicale, Rom.

SCHERZOPHREN
Jeder der 84 Tasten eines Klaviers sind Neonröhren in bestimmten Farben und – anstelle von Saiten – gespeicherte Klangereignisse zugeordnet. Die maxmale Dauer dieser Klangereignisse beträgt 8,5 sec., bei kürzerem Aushalten der Taste erklingt nur ein Teil des Klangereignisses (auch Pause).
Scherzophren ist die konsequente Weiterentwicklung und Vereinigung von
– Farbenklavier (Castel, Skrjabin)
– Präpariertes Klavier (Cage)
Scherzophren ist
– Spiel mit dem Zufall (der Spieler weiß nicht, was beim Anschlagen einer Taste geschehen wird),
– Synästhesie (visuelle Sinneseindrücke werden durch akustische verstärkt und vice versa).
Spielmöglichkeiten:
a) »Musik für Scherzophren« von Anestis Logothetis:
Dauer 12 min. Der AusfĂĽhrende spielt in der angegebenen Richtung eine chromatische Skala ĂĽber die gesamte Klaviatur, wobei jede Taste 8,5 sec. ausgchalten wird.
b) »Synchro-Scherzophren«:
Der Ausführende spielt eine Komposition, die er vorher auf Tonband produziert oder in ein Computerklavier (Fa. Bösendorfer) eingespielt hat. Das gleichzeitige Erklingen von Originalklang und »Scherzophren-Klang« gibt der Komposition eine zusätzliche, vom Komponisten erwünschte Dimension.
Werkauswahl:
– Mauricio Kagel: Metapiece
– Anestis Logothetis: Diptychon
– Christoph Herndler: Autumn
c) »SCHERZophren«:
Der Ausführende (Besucher) spielt eine beliebige Komposition der Klassik oder der Gegenwart, das von Zuhörern und Spieler Erwartete tritt nicht ein.



WALTRAUT COOPER | 1989–1990 |
GEISTES BLITZE |


KUNST-AM-BAU

Detail | © Waltraut Cooper

KF-Uni Graz

Bei der künstlerischen Gesamtgestaltung eines neuen Institutsgebäudes der Universität Graz wird als Grundlage für die Musik- und Lichtgestaltung die Chronik der Universität herangezogen, zusammen mit wichtigen Schriften berühmter ehemaliger Lehrer — wie etwa des Quantenphysikers und Nobelpreisträgers Erwin Schrödinger — und wird immer wieder ergänzt durch neu hinzukommende Veröffentlichungen zeitgenössischer Wissenschaftler. Musik: Anestis Logothetis.






Waltraut Cooper    BIOGRAFISCHE DATEN

Staatliche Hochschule für Bildende Künste-Städelschule, Frankfurt am Main / Deutschland . Malerei, Grafik
Universität Wien, Wien / Österreich . Mathematik
University of Santa Barbara, Santa Barbara / United States . Mathematik
Faculdade de Bellas Artes da Universidade de Lisbao, Lisboa / Portugal . Malerei, Grafik
Université de Paris, Paris / France . Mathematik

Mitgliedschaft
1980 – Künstlervereinigung MAERZ , Linz / Österreich
2000 – IG Bildende Kunst , Wien / Österreich
Künstlerhaus , Wien / Österreich – Sektion Angewandte Kunst

PREISE, FÖRDERUNGEN etc.
1975 Landeskulturpreis für Oberösterreich
1976 Theodor Körner Preis
1985 Staatsstipendium fĂĽr Bildende Kunst
1988 KunstwĂĽrdigungspreis der Stadt Linz
1991 Anerkennung, Prix Ars Electronica
KĂĽnstlerhaus Wien: GroĂźe Goldene Medaille


AUSSTELLUNGEN/PROJEKTE [AUSWAHL]
2005
Lichtkunst / Kunstlicht. Zentrum fĂĽr Kunst und Medientechnologie, ZKM, Karlsruhe / Deutschland

2004
Regenbogen fĂĽr Europa
Rot: Warschau: Königsschloss
Orange: Berlin: Brandenburger Tor
Gelb: Rom: Kolosseum
GrĂĽn: Wien: Kunsthistorisches Museum
Blau: BrĂĽssel: Europaparlament
Violett: Moskau: Christ-Erlöser-Kathedrale

2003/2004
Kunsthalls Krems: KĂĽnstlerinnen
Positionen 1945 bis heute

2002/2003
Wien: Wienstrom: Strom strömt

2002
Kopenhagen: LUX EUROPAE. Internationale Lichtausstellung zum EU-Vorsitz

2001 – 2002
Wien: LIGHT LINE. AHS Heustadelgasse
Linz: Raiffeisen Landesbank:
LICHTTORE
LICHTERHEIN
HIGHLIGHT

2001
Wien: KĂĽnstlerhaus: Wimmer Cooper GerngroĂź
Linz: Neue Galerie: Ankäufe

2000 – 2001
Wien: Stadtschulrat: Geometrie des Wissens

2000
Potsdam: Kulturhaus Altes Rathaus: Endlich unendlich
O.Ă–. Landesmuseum: Spektrum (Fassadengestaltung)
Regenbogentrilogie: Salzburger Festspiele

1999 – 2000
Linz: Wohnanlage Guglmugl: Guglmugl

1999
Paris: Medienfestival: Pour une ecologie des media
Oberhausen: Galerie Ludwig: Kunst setzt Zeichen
Regenbogentrilogie: Ă–sterreich: Der groĂźe Regenbogen
Rastatt: Sammlung Westermann

1998 – 1999
Wien: H.T.B.L.A.: Lichte Spuren
Linz: Oberlandesgericht: Lichte Farben

1998
Wien: KĂĽnstlerhaus:
Raum
Kunst verbaut
Pfann-Ohmann Preis: Regenbogentrilogie

1997 – 1998
Linz: Rathaus: Lichtspuren

1997
Berlin: IHK: Innovation3: Kugel und Kubus
Wien: KĂĽnstlerhaus: Sinnlicher Sommer

1996
Bonn: Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik
Deutschland: Kunst aus Ă–sterreich 1896-1996
Wien: Museum moderner Kunst / Palais Liechtenstein

1995-1996
Duisburg: ARAL: Energiefeld

1995
Venedig: Arte Laguna / Biennale
Linz O.Ă–. Landesmuseum: Fiktion / non-fiction (Kubinprojekt)

1992-1995
Wien: Lotto-Toto, Rennweg: Lichtteppich

1994
Duisburg: Mercatorhalle: Zufall, Chaos, Katastrophe
SchloĂź Ottenstein: Klingende Dinge
Linz: O.Ă–. Landesmuseum: Objekt Textil Bild

1993-1994
Linz: Praxis Dr. Witzmann

1991-1994
Linz: Design Center: Lichtquadrate

1991
EMCO INNOVATION CENTER Hallein: KunstwĂĽrfel
New York: Bronx Museum: Third Emerging Expressions Biennale
Dortmund: Festival Femme totale
Linz: BĂĽhne fĂĽr Prix Ars Electronica

1990
Salzburg: Galerie Academia
Linz: Neue Galerie der Stadt Linz – Wolfgang Gurlitt Museum

1989-1990
Karl-Franzens-Universität Graz: Chronik

1989
Catanzaro: Museo Arte Moderna
Wroclaw: Architekturmuseum
Boston: SIGGRAPH
Bourges: SiRitt
Wien: Technisches Museum: Kunst und Technik
Kunstradio: RevolutionsetĂĽde

1988
Montreal: Images du Futur
Hannover: Messe
Linz: Ars Electronica
Camerino: Arte Elettronica
Toulouse: F.A.U.S.T. (Ă–sterreichvertretung)
Budapest: SUMUS
Wien: Secession

1987
Amsterdam: Stedelij Museum: The Art Machine
Ludwigshaven: Wilhelm-Hack-Museum: Mathematik in der Kunst der letzten 30 Jahre
Linz: O.Ö. Landesmuseum: Schmuck – Zeichen am Körper
Linz: Ars Electronica
Graz: KĂĽnstlerhaus: Entgrenzte Grenzen

1984-1987
UNO-City Wien, Austria Center: Friedensfries

1986
Biennale Venedig: Kunst und Wissenschaft
Wien: KĂĽnstlerhaus: Lichtjahre
Hamburg: Kunsthaus: GrenzĂĽberschreitungen
Linz: O.Ă–. Landesmuseum: Lichtjahre
Linz: Ars Electronica

1985
Wien: Museum Moderner Kunst: Kunst mit Eigen-Sinn

1984
Frankfurt: Messe: Raum-Kunst-Textil
Linz: Ars Electronica

1983
Wien: Galerie Grita Insam – Modern Art Galerie (E)
Wien: Wiener Festwochen
Linz: Festival Andere Avantgarde


1982
Kassel: K 18: Stoffwechsel
Wien: Wiener Festwochen
Innsbruck: Tiroler Landesmuseum-Ferdinandeum und
Wien: Museum Moderner Kunst: Ă–sterreichischer Graphikwettbewerb
Linz: Ars Electronica


1981
Wien: KĂĽnstlerhaus (E)
Wien: Wiener Festwochen
Frankfurt: Kunstverein: KĂĽnstlerbĂĽcher

1980
Hamburg: Kunsthaus und
Wroclaw: Architekturmuseum: Konstruktive Kunst und Architektur
Wien: Modern Art Galerie: Kunst im öffentlichen Raum,
Pecs: Pecsi Galerie: Zeichnungen

1979
Wien: Expansion-Biennale fĂĽr Graphik und visuelle Kunst
Wien: Modern Art Galerie (E)
Bari: Expo Arte
Warschau: Palais der Kunst und Kultur: Other Child Book 79
Buchberg SchloĂź: Theorie und Praxis der konstruktiven Kunst heute

1978
Wien: Secession: Logische Kunst
Wien: Modern Art Galerie: Gegeneinander – Miteinander

1977
Berlin Charlottenburg und
Frankfurt: Kunstverein: KĂĽnstlerinnen International 1877-1977
Frankfurt: Galerie Eckenheimer (E)

1976
Frankfurt:Galerie Eckenheimer (E)
Innsbruck: Galerie im Taxispalais (E)

1975
Linz: Neue Galerie der Stadt Linz und
Wien: Künstlerhaus: Oberösterreichische Avantgarde
Wien: Modern Art Galerie (E)

1974
Wien: Modern Art Galerie
Amsterdam: Galerie Diligentia

1970
Bradford: 2nd British International Print Biennale
Lissabon: Galeria Gravura: Serigrafia
Lissabon: Galeria Sao Francisco